Die Zielgerade

Veröffentlicht in Aus dem Leben am Juni 28, 2008 von dawak

Ich biege ein. Nicht mehr lange, dann sind die Ferien endlich da. Die erste Hitzewelle ist endlich vorbei, ich fühle mich entspannter. Auch, wenn es ab morgen wieder dampfig werden soll. Ende unbestimmt. Dennoch, Literatur ist abgeschlossen. Verlief überraschend gut, denn gemeinsam geht bekanntlich alles besser. Für Dienstag steht noch Linguistik an. Ich muss erst zu lernen beginnen, konnte mich bislang nicht überwinden. Immerhin wurde das Stoffgebiet drastisch reduziert, 90 aus 200 (oder so ähnlich) ist vertretbar. Werde mich heute noch durch 40 Seiten Phonologie tanken, morgen kommt dann der Rest am Vormittag und alles nochmals am Nachmittag. Doppelte Einheit am Montag, dann sollte alles passen.

Donnerstag gab es nicht nur die abschließende Vorlesung dieses Semesters, auch mein Term Paper wurde endlich durchbesprochen. Noch bin ich mir bei der genauen Themenwahl nicht sicher, zumal die dazugehörige Literatur a) in der Bibliothek vergriffen und b) für einen Neukauf zu teuer ist. Rock Sound / Text Types – die Idee wäre ja großartig. Jetzt muss ich wohl noch ein wenig nachdenken.

Sehr interessant ist auch die Situation hier zu Hause. Während sich meine Katze langsam wieder erholt – endlich nimmt sie Tabletten gegen ihren Nierenschaden – haben wir zwei neue Parteien im Haus, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir haben ein Ehepaar Mittvierziger, sehr gemütlich und sympathisch – ein Wiener und eine Vorarlbergerin, welch verquere Kombination! Und dann ist da noch der Anfang 20er Möbelmonteur. Wirkte anfangs sehr sympathisch, macht allerdings mindestens jede zweite Nacht Krawall bis irgendwann. In einer hellhörigen Wohnung und unter der Woche natürlich sehr sympathisch. Das Kerlchen hat ein gewaltiges Alkoholproblem, säuft sich ständig voll und randaliert im Anschluss. Irgendwie muss man sich ja beliebt machen. Beim nächsten Mal darf ihn wohl die Polizei abholen, denn die letzte Unterredung endete mit einer Bedrohung. Muy bien, eben.

Außerdem wird es momentan spannend, ich arbeite an einem neuen Projekt, während ich ein anderes begrabe. Muss eben so sein, das Leben geht weiter, die Erde dreht sich, bla bla. Gerade wurde der erste Designvorschlag fertig, ich bin schon aufgeregt. Hoffentlich funktioniert das so, wie ich es möchte.

Und wo wir dabei sind – Spanien wird Europameister! :)

Es ist zu heiß…

Veröffentlicht in Aus dem Leben am Juni 22, 2008 von dawak

…und ich mache Lernstopp. Hier in meinem Zimmer ist die 30°-Grenze längst überschritten. Sogar mein Literaturbuch fließt schon dahin. Nicht wegen meinem Einsatz, mehr als ein Mal habe ich mir die 400 Seiten nicht durchgelesen. Bis Mittwoch Nachmittag ist noch Zeit, allerdings werde ich mir sicher kein Bein ausreißen. Hauptsache Durchkommen…

Zitat des Tages #6

Veröffentlicht in Aus dem Leben, Zitat des Tages am Juni 18, 2008 von dawak

Muttern entdeckt kurze Spielereviews, die unserer TV-Zeitschrift beigepackt sind. Offensichtlich soll mich das interessieren, für Games ist aber eher mein Bruder zuständig…

I: Muttern, du verletzt eine der Grice’schen Konversationsmaximen.
M: Die da wäre?
I: SEI RELEVANT!

Immerhin angewandtes Wissen…

Dawak vermehrt sich … ein positiver Schritt?

Veröffentlicht in Allgemeines am Juni 18, 2008 von qinua

Also es ist getan, die Zellteilung vollbracht und was wurde geschaffen? Der, und ich zitiere, „Meister Robert“. Schon ein ausgefuchstes Bürscherl, der Herr Walter. Zuerst werden die Schwangerschaften ins Abseits (bitte notieren: Fußballvokabular verwendet!) (frei nach dem Motto: „Partys statt Kinder“, oder ging das doch etwas anders ….) bugsiert und dann sollte auch noch ein zweiter DAWAK geschaffen werden…

Aber da muss man einfach durch. Ich hoffe nur, dass diese „Zellteilung“ einen größeren Erfolg erzielt, als dies bei all jenen Dolly-Vorrgängern waren. „No es facil ser hombre“, die Mexikaner habens auf den Punkt gebracht, es ist nicht leicht, ein Mann zu sein. Und noch dazu der sidekick von DAWAK („Goose to my Maverick“). Ob daher die Bezeichnung „Meister Robert“ kommt? Will der liebe Herr Chefblogger hier ein paar Vorschusslorbeeren sammeln? Ist da eine kleine Unsicherheit zu spüren? Werden jahrelang unter Verschluss gehaltene Details und Geheimnisse, die nur von Offiziellen via Spionagegeräten in Erfahrung gebracht wurden, nun doch endlich gelüftet? Wer weiß, was geschehen wird. Ich bin auf alle Fälle schon richtig gespannt darauf … das Duett ist wieder vereint (nach dreijähriger Abstinenz). Lasst es ein Abenteuer (btw. immer besser als ein teurer Abend) werden. Der DAWAK hat ihn gerufen, kann er ihn auch bändigen?

Dawak vermehrt sich

Veröffentlicht in Allgemeines am Juni 18, 2008 von dawak

Schwangerschaften sind out, ich stehe für Zellteilung. Ab sofort wird euch Meister Robert aka qinua den Alltag mitversüßen. Ich habe ihn natürlich nicht dazu gezwungen, auch wenn er es anders sieht. Einfach ignorieren, er will nur spielen…

Kein Cordoba

Veröffentlicht in Aus dem Leben am Juni 18, 2008 von dawak

Mit Verzögerung ein kurzer Kommentar: Nein, wir haben uns den Einzug ins Viertelfinale nicht verdient. In einem schwachen Spiel waren wir die schwächere Mannschaft. Deutschland muss sich gewaltig strecken, um gegen Portugal nicht unterzugehen.

Dennoch darf man ein positives Resümee dieser EM aus österreichischer Sicht ziehen. Die Euphorie ist wieder da. Wurde Hickersberger im Vorfeld des Turniers noch heftig kritisiert – man erinnert sich an eine Petition, die das österr. Nationalteam zum kampflosen Rückzug aus dem Turnier zwingen sollte – hat er an Status gewonnen. Das Team überraschte mit Einsatz und Leidenschaft, gerade in den ersten beiden Spielen. Außerdem wurden TV-Rekorde gebrochen, einzig die WM-Abfahrt 2003 hatte minimal mehr Zuschauer als eben jenes Deutschlandspiel, für das sämtliche Fanzonen aufgestockt werden mussten.

Verlierer sind auch gefunden, nämlich in Persona Roland Linz und Andreas Ivanschitz respektive Sturm und Kreativzone. Kein Tor aus dem Spiel, kein tödlicher Pass – die Offensive bleibt unsere Achillesferse. Ob sich das mit Maierhofer gebessert hätte, ist fraglich. In gewissen Situationen wäre er hilfreich gewesen, aber selbst ein Hoffer ist gegen Deutschland blass geblieben. Immerhin will Vastic bis 2010 zur Verfügung stehen.

Halten wir also fest: Wir sind wieder wer, unter den Top 100 (…) und haben punkte- und tormäßig besser als Frankreich abgeschlossen. Gute Besserung an Ribery.

Interview mal anders

Veröffentlicht in Interview-Erlebnisse am Juni 18, 2008 von dawak

Jetzt weiß ich, wie sich Markus Kavka gefühlt hat. Gestern war für mich großer Rollentausch angesagt. Anstatt selbst ein Interview zu führen, wurde ich befragt für eine Facharbeit aus Kommunikationswissenschaft. Es geht um das Verhältnis von Journalist und PR-Agent anhand des Beispiels des Musikjournalismus. Man kannte sich bereits von gemeinsamen Anglistik-Einheiten, die Situation war interessant.

Einerseits war man stets darauf bedacht, all das besser zu machen, was man bei unglücklich verlaufenen Interviews kritisiert hat. Dann habe ich mich aber doch in endlose Worttiraden verlaufen, zahlreiche Sprünge vollzogen und Anekdoten eingebracht. Nebenher war auch immer noch ein Gedanke daran, wie das Interview wohl aufgebaut ist, was mich noch erwartet.

Heute Abend „wiederholen“ wir die Angelegenheit per Skype. Die Aufnahme ist beschädigt, lose Enden müssen behandelt werden. Könnte witzig werden, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mir im Endeffekt wieder selbst widersprechen werde. Gehört ja fast dazu…

Firefox. Now!

Veröffentlicht in Allgemeines am Juni 17, 2008 von dawak

Wer noch nicht hat, sollte sich ab sofort Firefox 3.0 zulegen und beim Weltrekord-Versuch mithelfen. Dolles Ding, ich stelle zusätzlich gerade auf Thunderbird um. Auch toll.

Zug zum Tor

Veröffentlicht in Aus dem Leben am Juni 16, 2008 von dawak

Österreich spielt gleich gegen Deutschland. Eh schon wissen. In Salzburg gibt es eine riesige Fanzone nicht unweit von meiner Universität. Dort hatte ich gerade Prüfung – war nicht sonderlich schwer – und musste zurück in die Heimat, um im Trockenen das Spiel genießen zu können. Daheim sind Bier und Wurst halt billiger.

Jedenfalls komme ich zu den beiden Gleisen. Nur ein ausgewiesener Eilzug ist da, der eigentlich schon vor Minuten hätte fahren müssen. Dazu muss man wissen, das selbiger nicht bei meiner Haltestelle hält und ich einen Fußmarsch bergauf von 15 Minuten mitbekommen würde. Jedenfalls war ich in der Annahme, dieser wäre nur falsch ausgewiesen und steige ein. Schließlich waren für einen Eilzug viel zu wenig Leute an Bord.

Nur wenige Minuten später – viel zu früh für den regulären Zug – fährt das Ding ab. Tatsächlich war es ein Eilzug, der nur um fast zehn Minuten Verspätung hatte. Der Grund? Man musste auf den Zug aus der Gegenrichtung warten, der mit Fans überfüllt war und daher nur sehr langsam fahren konnte. Alle wollten sie durch die Tore der Fanzone (übrigens wegen Überfüllung von 17.000 auf 23.000 erweitert, dennoch schon dicht), sozusagen mit dem Zug zum Tor.

Fazit: Fußmarsch mit kaputtem Knöchel, Regen und Müdigkeit. Und was habe ich gehört? „Take The Long Road And Walk It“ von The Music. Shuffle-Funktion, du bist ein Arschloch…

Anti-Poesie

Veröffentlicht in onomatoPOETica am Juni 15, 2008 von dawak

Auf der Suche nach Notizen für meine morgige Prüfung bin ich auf folgendes Minigedicht aus meiner Aspects-Vorlesung gestoßen:

I put your cat in the microwave to dry it;
I’m sorry, it exploded, but
now you can stuff your new cushion.

Daneben stand ein feiner Zweizeiler auf „Firestarter“ im dichterischen Umfeld:

I’m a stanza dancer
I’m your sweet romancer

Und ein Attentat auf Dekonstrukturalismus, eine Literaturtheorie, die Widersprüche in Werken aufdeckt und damit seine Strukturen aufzulösen sucht:

Deconstruct
A mere bastard inside your gut
Fiercly forward he will strut
Prone to kill you… But
death is not the end.

Natürlich alles zusammen vollkommener Nonsense, zusammenhangslos und dämlich. Ich muss mehr davon machen. :)