Mobbing schwer gemacht (Ich bin ein Deppenmagnet: Teil 2)
Kollegen sind schon ein seltsames Völkchen. Durch meine langjährige Tätigkeit im Einzelhandel – wenn auch mittlerweile nur mehr als Aushilfe – konnte ich seltsame Mitarbeiter kennen lernen. Auch meine Anstellung bei einem Großhändler für Sport- und Fitnessartikel hat mich oft den Kopf schütteln lassen wie auch Kollegen bei meinen aktuellen Betrieben.
Einer hat mich aber abbrechen lassen, ein eigentlich fix angedachter Redakteur meiner Metalplattform. Von Anfang an war er dabei, sollte einen bestimmten Bereich hochziehen und vorantreiben. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass der gute Mann nur große Reden schwingen wollte, in Wirklichkeit aber keine Arbeit vollbrachte. Gut, in den letzten zwei Monaten habe ich 120 Artikel abgeliefert, er 2,5. So weit, so gut.
Mittlerweile soll ich ihn aber gemobbt haben. Und das begab sich so: Kollege schreibt mich im Skype an und brüstet sich, dass er die letzten drei Tage durchgeschlafen habe und total hyper sei. Schön für ihn, ich sollte ihm eigentlich eine Genre spezifische Promo-Plattform erklären. Schnell hat sich herausgestellt, dass die Übermüdung / Hyperaktivität – eine perverse Mischung – seine Leistung drückte. Also habe ich mich nach dem x-ten Erklärungsversuch aus der Affäre gezogen und ihm gesagt, wir beenden die Session jetzt. Ein Monat später weise ich ihn etwas schärfer – er hatte nada abgeliefert in besagtem Zeitraum – daraufhin, dass auf jener Plattform neues Material zu finden sei.
Nun geht es los, er findet die Daten nicht. Während ich ihm noch erkläre, beschwert er sich, ich seie so böse zu ihm. Etwas sarkastisch erwidere ich, dass wir zusammenarbeiten, nicht im Knuddelmich-Verein sind. Es wird spannend, ich habe ich bei jener Erklärung letzthin offensichtlich ignoriert, ihm nicht geholfen. Und außerdem mochte ich ihn von Anfang an nicht, wollte nichts mit ihm zu tun haben und habe alles daran gesetzt, ihn loszuwerden.
Nachdem ich mich kurz ob der Ernsthaftigkeit seiner Aussage versichert hatte, ging es auf die Bannliste. Dieser Vorfall liegt zwei Wochen zurück. Mittlerweile wurde er aus dem Projekt entfernt und hat sich auch nie wieder gezeigt. Wie gut, dass ich Protokolle meiner IM-Unterhaltungen aufbewahre und somit meinem Chef locker den Wahnsinn beweisen konnte. Ist ja klar, ich bemühe mich von Anfang an um ihn – die ersten beiden Monate hatten wir alle paar Tage per IM gescherzt – und dann wollte ich ihn von Anfang an absägen. Geil…